„Das Ausbildungsjahr 2021 ist ein besonders schwieriges und die CDU als Partner des Handwerks und der Wirtschaft muss nun handeln“, so der Sprecher der AG Handwerk der Mittelstands- und Wirtschaftsunion NRW, Torsten Jakob.

„Durch die Corona-Pandemie sind im Jahr 2020 Berufsinformations- und Orientierungsangebote ausgefallen, viele Praktika für die Klassen 8 bis 10 konnten nicht stattfinden. Dabei bieten Betriebspraktika oder ‚Schnuppertage‘ die Möglichkeit, das Interesse der Schülerinnen und Schüler für die Handwerksbranche zu wecken und erste Kontakte ins Berufsleben zu knüpfen. Den Jugendlichen fehlen nun diese wichtigen Eindrücke, die bei der beruflichen Orientierung helfen“, stellt Handwerkspolitiker Matthias Goeken MdL fest.

Die Handwerkskammern in NRW verzeichnen zum Stichtag im September 2020 25.171 abgeschlossene Ausbildungsverträge, das entspricht einem Rückgang um etwa minus 10% im Vergleich zum Vorjahr. Die Verlängerung des Ausbildungsmarktes bis in den Januar ist dabei möglich und sollte von den Betrieben und Bewerbern genutzt werden. Doch wird befürchtet, dass sich viele junge Menschen in individuelle Warteschleifen begeben und in den kommenden Jahren auf den Ausbildungsmarkt drängen.

Als Hauptgründe für den Rückgang werden vor allem die fehlenden Kontaktmöglichkeiten zwischen Jugendlichen und Betrieben sowie dem drastischen Geschäftseinschränkungen durch die Corona-Pandemie in manchen Branchen gesehen. Ob des erneuten Lockdowns verschärft sich diese Problematik zunehmend.

Das Programm „Ausbildungsplätze sichern“ der CDU-geführten Bundesregierung mit einem Volumen von bis zu 500 Millionen Euro war ein gutes und stabilisierendes Signal. Übernahmeprämien, Prämien für Auftrags- und Verbundausbildung sowie Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung waren nach Ansicht der Mittelstandspolitiker wirklich hilfreich. Auch das Land NRW hat mit 34 Millionen Euro bei diesen Anstrengungen ergänzend geholfen, um die Fachkräftesicherung von morgen zu garantieren.

Aber 2021 stellt uns vor neue und weitere Herausforderungen, dazu Torsten Jakob: „Wir möchten neben den eigentlichen Ausbildungsplätzen auch Praktika fördern, denn der Praxisbezug im schulischen Kontext darf nicht dauerhaft fehlen. Sonst gewinnt die Dynamik hin zur akademischen Ausbildung immer weiter an Fahrt und Jugendliche verbleiben wegen der Coronasituation im schulischen System, obwohl sie eher eine Affinität zu einer Berufsausbildung zum Beispiel im Handwerk hätten. Steigende Abbrecherquoten und spätere Überforderungen in Oberstufen müssen wir heute verhindern.“ Matthias Goeken ergänzt: „Jugendliche mit niedrigem Schulabschluss oder Migrationshintergrund dürfen nicht zu den Verlierern der Krise werden. Junge Menschen, die keinen Ausbildungsplatz haben, kann ein Langzeitpraktikum im Rahmen der EQJ (Einstiegsqualifizierung Jugendlicher) als Brücke zur Ausbildung eine Chance bieten.“

Die AG Handwerk der MIT appelliert an die Landtagsfraktionen von CDU und FDP, ein Konzept auf Basis der bisherigen Programme zu entwickeln, wie Praktika im späteren Verlauf des Jahres 2021 coronakonform erfolgen können. Besonders die ausgefallenen Berufserkundungen müssen nachholbar sein. Die Berufswahlentscheidung und die berufliche Orientierung ist für die Schülerinnen und Schüler von großer Bedeutung.

„Digitalisierung ist da eine echte Chance. Aber auch die Öffnung überbetrieblicher Ausbildungsstätten für neue Formen der Heranführung junger Menschen kann dabei eine Rolle spielen. Hier kann eng mit Schulen kooperiert werden und es können echte Innovationen im berufsbildenden Sektor entstehen“, so Matthias Goeken.

Es gibt noch weitere Ergänzungen, die die Mittelständler diesbezüglich diskutieren und anregen: Mehrkosten für Schnelltests könnten beim Bundesprogramm berücksichtigt werden. Erfahrene Meister könnten zur Zeit nicht besetzbare Ausbilderplätze zumindest teilweise ergänzen und dies könnte gefördert werden. Der schnelle Wechsel an berufsbildenden Institutionen aller Art auf Distanzunterricht sollte heute schon vorbereitet und mit einem Standardkonzept unterlegt werden.

Der Unternehmerverband Handwerk in Nordrhein-Westfalen hatte bereits gute Vorschläge in Bezug auf digitale Berufsorientierung und vor allem eine bessere Verknüpfung der differenzierten Potentialanalyse mit einem wirklich passenden Praktikumsplatz in Zeiten von weniger Angeboten gefordert.

 

Bildmotiv: MIT NRW/ Matthias Goeken; Torsten Jakob (links), Matthias Goeken MdL (rechts)

Nordrhein-Westfalen ist das Land mit der größten Bevölkerungsdichte und damit auch dem größten Angebot im Bereich des Einzelhandels. Viele Städte in unserem Land sind geprägt durch einen attraktiven Einzelhandelsbesatz, der nicht nur die Bürgerinnen und Bürger sondern auch internationale Gäste immer wieder begeistert. Der Einzelhandel in NRW liefert nicht nur die Produkte für das tägliche Leben, sondern prägt die hohe Lebensqualität in unseren Städten.

„Die aktuelle Krise - auch nach dem Lockdown - macht der Branche enorm zu schaffen. Standorte, die wie Geisterstädte wirken, leergefegte Fußgängerzonen von ansonsten herausragenden Metropolen, wirken verwaist“, so Jörg Hamel, Sprecher der MIT NRW für den Handel. „Gleichzeitig spüren die Unternehmen aber auch die Solidarität der Kunden, aller Bürgerinnen und Bürger, die gemeinsam um den Erhalt lebenswerter Innenstädte kämpfen.

Wie kann es in einer solchen Situation sein, dass eine Dienstleistungsgewerkschaft Verdi als Sozialpartner gegen verkaufsoffene Sonntage - eingebettet in die aktuelle Coronaschutzverordnung - klagt? Hamel: „Man kann über Sonntagsöffnungen denken, wie man mag. Man kann auch Zweifel äußern, ob verkaufsoffene Sonntage in jedem Fall das geeignete Mittel sind, den Einzelhandel zu unterstützen. Man darf aber nicht jegliche Möglichkeit nehmen, jetzt Entzerrung durch verkaufsoffene Sonntage zu erreichen“

Der Vorschlag der Landesregierung ging in die richtige Richtung und bedeutete eine Chance für die notleidenden Einzelhändler. In der aktuellen Situation ist jeder Tag, den ein Geschäft öffnen kann ein Zugewinn, auf den es kaum verzichten kann. Wir als MIT NRW haben daher kein Verständnis dafür, dass Verdi immer noch an ihrer veralteten Ideologie festhält. Verdi fügt damit nicht nur den Unternehmen Schaden zu, sondern sorgt für eine Zerstörung von Arbeitsplätzen und damit auch für eine Schwächung der gesamten Wirtschaft Nordrhein-Westfalens.

Die Entwicklung der Pandemie zeigt, dass auch weiterhin enorme Kraftanstrengung notwendig sind, um die Krise zu überwinden. Wir fordern als MIT, dass die Politik in Bund und Land dabei nicht über das Ziel hinausschießt, ihre Maßnahmen zielorientiert und mit Augenmaß bestimmt und gleiche Voraussetzungen für alle Unternehmen der Branche schafft. „Wir wollen eine diskriminierungsfreie Behandlung aller Unternehmensformen im Einzelhandel, unabhängig von ihrer Fläche, Standort und Betriebsgröße“, so Hamel.

„Die heute bekannt gewordenen Zahlen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung sind ein vorsichtiges Stabilitätssignal für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen“, so Hendrik Wüst, Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion.

 

Mit einem um 6,2% niedrigeren BIP im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr zeigen die Schätzungen eine relativ robustere Wirtschaftsleistung im größten Bundesland gegenüber anderen Standorten in Deutschland. Der Chef des CDU-Wirtschaftsflügels, welcher knapp 7000 Unternehmer und Selbständige repräsentiert, sieht dies auch als eine Folge einer klugen Wirtschafts- und Krisenpolitik der NRW-Koalition aus CDU und FDP an.

 

Gegenüber Baden-Württemberg (-7,7%,) Bayern (-7,0) und Niedersachsen 

(-7,3%) zeigt sich Nordrhein-Westfalen relativ stabil und schneidet sogar besser als der bundesweite Schnitt (-6,6%) ab.

 

Dies stimme, so Wüst, ein klein wenig optimistisch, war Nordrhein-Westfalen doch eines der sehr früh betroffenen Bundesländer. Die relativ gute Entwicklung sei neben dem ausgewogenen politischen Umgang mit der Krise sicherlich auch vernünftigen Entscheidungen vieler Unternehmen – vom Konzern bis zum Mittelständler – zu verdanken.

 

„Jetzt gilt es, die im Vergleich mit anderen Bundesländern noch bessere Entwicklung im Herbst und Winter zu verstetigen. Der Staat muss weiterhin gezielt helfen und versuchen, möglichst viele wirtschaftliche Strukturen durch die pandemiebedingte Krise zu bringen“, so Wüst.

„Dabei muss es zunehmend um Zielgenauigkeit gehen. Spezifische Hilfen für besonders betroffene Branche  ist der Vorzug vor immer weiter verlängerten Sonderregeln für alle zu geben."

 

Das am 21. Juli beschlossene Finanzpaket des EU-Rates spricht erst einmal für Europas Handlungsfähigkeit in der Krise. 750 Milliarden Euro sollen in ein Konjunkturprogramm fließen. Nach heftigen Diskussionen über die Struktur dieses Programmes - die große Teile der MIT immer noch kritisch sehen - umfasst es nun 390 Milliarden Euro an nicht zurückzuzahlenden Zuschüssen und 360 Milliarden Euro an Krediten.

„Europa friert seine Zukunft ein und ist auf dem Weg, zum Museum für den Rest der Welt zu werden“ kritisiert der Stellvertretende MIT-Landesvorsitzende und Europaabgeordnete, Dr. Stefan Berger.

Es wurden nämlich auch Abstriche beim siebenjährigen Haushaltsrahmen (MFR) vorgenommen. Anstatt 1,1 Billionen Euro sind nur noch 1,074 Billionen Euro vorgesehen. Gekürzt werden soll mitunter bei Forschung, Klimaschutz und Strukturwandel. Gesamteuropäische Projekte bleiben auf der Strecke. Nordrhein-Westfalen, dessen Mittelstand und die gesamte NRW-Wirtschaft, könnten die beschlossenen Einbußen besonders schmerzen.

Ausgerechnet Forschung und Innovation als Verhandlungsmasse

Im Bereich Forschung und Wissenschaft sind NRW und Europa untrennbar vernetzt. Ein gemeinsamer europäischer Forschungsraum ist ohne 37 staatliche nordrhein-westfälische Spitzenuniversitäten kaum vorstellbar. NRW ist Spitzenreiter in der Einwerbung von EU-Fördermitteln, beispielsweise über das renommierte Forschungsprogramm Horizont 2020, das sich auf Bereiche wie Digitalisierung und Industrie bis hin zu Klima, Gesundheit oder Mobilität konzentriert. Das Nachfolgeprojekt Horizont Europa soll, wie nun entschieden wurde, von 100 (Stand: August 2019) auf nur 75,9 Milliarden Euro gekürzt werden. Nordrhein-Westfälische Hochschulen, von denen unsere Unternehmen und deren Fachkräftedeckung maßgeblich abhängen, werden im Wettbewerb mit den USA und China zurückfallen. Berger: „Europa soll das globale Rennen um

Technologieführerschaft gewinnen, da sind sich die Mitgliedsländer einig. Der Motor aber wird aufgrund dieser reduzierten Investitionen auf Sparflamme laufen.“ Als nordrhein-westfälischer Wirtschaftspolitiker mit dem Schwerpunkt bei Forschung und Wissenschaft in Brüssel sieht Berger dies skeptisch und mahnt Verbesserungen vor einer Zustimmung im Europaparlament an.

Einbußen gibt es auch beim europäischen Studentenprogramm ERASMUS+. Bisher konnten jährlich rund 7.000 Studierende aus NRW dank ERASMUS+ ins EU-Ausland gehen, ca. 4.000 kamen mithilfe der Erasmus-Förderung nach Nordrhein-Westfalen. Mit mehr als 770.000 Studenten ist Nordrhein-

Westfalen der größte universitäre Lernort in Deutschland. Berger: „Von den 26 Milliarden Euro des Erasmus-Budgets werden allerdings 5 Milliarden Euro abgezogen. Exzellenz wird einfach weggekürzt.“

Hansheinz Hauser verstarb am vergangenen Wochenende im Alter von 97 Jahren in seiner Heimatstadt Krefeld.
Hauser wurde als Sohn des Bäckermeisters und späteren Oberbürgermeisters von Krefeld Johannes Hauser geboren, in dessen berufliche Fußstapfen er als Bäcker und Konditor trat. Von 1942 bis 1945 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil.
Nach dem Krieg war der Neuaufbau des Familienbetriebes sein großes Ziel. 1947 bestand er die Meisterprüfung im Bäckerhandwerk und war seit 1956 als selbständiger Bäcker- und Konditormeister in Krefeld tätig.

Hansheinz Hauser engagierte sich stets in den Organisationen des Handwerks unseres Bundeslandes. Von 1985 bis 2002 war er Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf sowie von 1989 bis 2004 Vorsitzender des NWHT (Nordrhein-Westfälischer Handwerkstag). Er war von 1968 bis 1982 Oberbürgermeister der Stadt Krefeld. Von 1972 bis 1990 war Hauser Mitglied des Deutschen Bundestages und dort von 1974 bis 1990 Vorsitzender des Diskussionskreises Mittelstand, dem späteren Parlamentskreis Mittelstand. Er bekleidete die Funktion des Stellv. Fraktionsvorsitzenden und war Mitglied im Wirtschaftsausschuss.

Von 1970 bis 1995 war Hansheinz Hauser Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Rheinland bzw. Nordrhein-Westfalen sowie von 1972 bis 1995 stellvertretender Bundesvorsitzender der MIT. Seit seinem Rückzug 1995 vom Vorsitz der MIT NRW war er Ehrenvorsitzender unserer MIT.

HANSHEINZ HAUSER prägte eine Ära der MIT und der CDU in Nordrhein-Westfalen. Er stand Synonym für unsere MIT und viele von uns schätzten seinen freundschaftlichen und klugen Rat bis ins hohe Alter. Er wird uns fehlen.

Hansheinz Hauser war verheiratet und hatte vier Kinder. Die MIT wünscht seiner Familie Kraft in diesen Stunden.
Unser aller Beileid und Dank für sein großes Engagement gilt auch ihnen.

Gesundheit ist ein hohes Gut, welches geschützt werden muss. Der "Shutdown" war daher notwendig. Ein Zurück zur Normalität kann nur in nachvollziehbaren Lockerungsschritten erfolgen.

Viele Unternehmen sind bedroht. Angebote fallen weg. Zuvor gut funktionierende Lieferketten in Nordrhein-Westfalen sind gestört. Die für die mittelständische Wirtschaft essenzielle Konsumnachfrage bleibt in erheblichem Umfang aus. Investitionen werden zurückgestellt. Es entsteht ein erheblicher Schaden für Wirtschaft, Arbeitnehmer und Sozialsystem. Viele dieser Schäden sind irreparabel. Wer z.B. jetzt nicht ins Restaurant gehen darf, der bestellt zukünftig nicht zweimal so viel Essen, hinzu kommt die große Sorge des Einzelhandels, dass wegen des in der Krise boomenden Onlinehandels der stationäre Handel dauerhaft Wettbewerbschancen verliert.

Die MIT begrüßt die Bemühungen um einen Wiedereinstieg ins Wirtschaftsleben und um planbare Schritte hin zu Lockerungen. Ebenso begrüßt sie die unterschiedlichen Fördermaßnahmen und Bürgschaften für die Wirtschaft durch alle staatlichen Ebenen.
Sie sind notwendig und ordnungspolitisch vertretbar, um später größere Schäden abzuwenden.

Allerdings müssen dabei die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Daher vertreten wir als Diskussionsgrundlage zum Ausstieg aus dem „Shutdown“ folgende konzeptionellen Eckpunkte:

Lesen Sie im Weiteren den vollständigen Beschluss der MIT NRW

Deutschland wird abgehängt. Unser Land braucht daher wieder mehr Soziale Marktwirtschaft und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Das fordert die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) NRW in einem Weckruf an die eigene Bundespartei. Der Landesvorstand wird diesen Weckruf in Form eines Antrags der Landesdelegiertenversammlung der MIT NRW am 16. November in Brühl zum Beschluss vorlegen.  
 
Die deutsche Politik hat sich zu sehr auf den Erfolgen der „Agenda 2010“ ausgeruht, auch die CDU. Große Teile dieser Reformen wurden seither verwässert. Es wurde zu wenig dafür getan, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken. Im internationalen Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit durch das Weltwirtschaftsforum ist unser Land innerhalb eines Jahres von Platz 4 auf Platz 7 zurückgefallen.  
 
MIT-Landesvorsitzender Hendrik Wüst sieht die Ursachen dafür in Berlin: „Die Union hat aus ihren Wähleraufträgen insbesondere in den Großen Koalitionen seit 2005 zu wenig gemacht. Das liegt nicht daran, dass die aktuelle Koalition ihr Programm nicht umsetzen würde. Sondern es wird in Berlin zu wenig CDU-Politik gemacht. Die Union darf sich von keinem Koalitionspartner, egal wie notleidend er ist, an der Nase herumführen lassen.  
 
Eine klare Handschrift der CDU fehlt zu oft. Diese Handschrift ist heute mehr denn je vonnöten. Denn die fetten Jahre sind vorbei. Deutschland steckt in einer Krise, die eben nicht nur konjunktureller Natur ist. Die Reihe der Versäumnisse deutscher Wirtschaftspolitik seit 2005 ist lang. Es wurde zu viel Geld in den Ausbau sozialer Leistungen gesteckt, die künftige Generationen belasten und Arbeit in Deutschland teurer machen. In der Energie- und Klimapolitik leistet sich unser Land einen Dirigismus, der Verbraucherpreise nach oben treibt, die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, Familien und Mittelstand teuer zu stehen kommt. Es muss zudem mehr in Forschung investiert werden, damit wir nicht endgültig abgehängt werden. Damit gerade Unternehmen darin investieren, wollen wir eine steuerliche Forschungszulage einführen, von der Mittelstand und Startups besonders profitieren.

„Ich erwarte von der CDU mehr Mut zur inhaltlichen Führung unseres Landes. Die CDU braucht endlich den Mut zu einem klaren Bekenntnis zur Sozialen Marktwirtschaft und zur Idee der Freiheit, um Wohlstand für alle und soziale Sicherheit auch in Zukunft in Deutschland möglich zu machen. Mit einer SPD auf Linkskurs jenseits der Verabredungen des Koalitionsvertrags scheint das nicht möglich zu sein. Eine Große Koalition in einem solchen Zustand schadet mehr als sie nützt“, so Hendrik Wüst.
 
Der Antrag ist abrufbar unter:  https://www.mit-nrw.de/images/landesdelegiertenversammlung/ldv22_2019/B1_Weckruf_final_mV.pdf

 

Foto: Rainer Unkel

 

MIT Nordrhein-Westfalen

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Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) NRW kritisiert zu strenge EU-Auflagen für Dienstfahrten ins Ausland. Grundsätzlich sei es richtig, dass Betriebe Nachweise für Sozialversicherungen erbringen müssten. Aber die dafür jetzt unter anderem in Frankreich und Österreich zu erbringenden Belege „gehen über jedes vernünftige Maß hinaus“, erklären der Vorsitzende der MIT NRW, Hendrik Wüst, und der Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand der CDU in Brüssel, der Europaabgeordnete Markus Pieper.

 „Einige Betriebe aus NRW überlegen sogar, das Auslandsgeschäft deswegen einzustellen“, beklagt die MIT. Mittelständler trugen ihre Kritik an den von manchen EU-Ländern verlangten Voraussetzungen an die MIT heran.

„Für jeden Auslandseinsatz eines Mitarbeiters muss ein vierseitiges Formular ausgefüllt werden. Selbst bei nur wenigen Stunden ist der Betrieb verpflichtet, das Formular für jeden einzelnen Arbeitsaufenthalt im Ausland zu beantragen“, kritisiert Wüst. Hinzu kommt, dass die Bearbeitungsdauer für das so genannte A1-Formular bei den Behörden derzeit rund eine Woche in Anspruch nimmt.

Gerade für kurzfristig anberaumte Dienstreisen, zum Beispiel im Servicebereich, ist dies viel zu lang. „Wenn heute ein Servicetechniker in NRW die Information erhält, dass eine Maschine in Frankreich defekt ist, erwartet der Kunde, dass er spätestens morgen mit der Reparatur anfängt und nicht erst in einer Woche", erklärt der MIT-Vorsitzende.

Der Europaabgeordnete Pieper kritisiert, dass einige EU-Länder auch bei den Kontrollen „weit über das Ziel hinausschießen“. „Mehrfachkontrollen und mehrseitige mitzuführende Nachweispapiere sehe ich nicht im Einklang mit dem EU-Binnenmarkt“, betont Pieper. Die MIT fordert daher, dass Deutschland und seine Nachbarländer sich schnell auf einen pragmatischen Umgang anstelle des Papierkrieges einigen müssen. Auf EU-Ebene soll zudem unverzüglich klar gestellt werden, dass kurze sowie regelmäßige Dienstreisen ins europäische Ausland von der Pflicht zur Vorlage einer A1-Bescheinigung ganz ausgenommen sind.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU in Nordrhein-Westfalen (MIT) begrüßt die heute vorgestellten Vorschläge der Regierungsfraktionen zur Entlastung der Bürger bei den Straßenausbeiträgen.

"Ein wichtiger Schritt der Entlastung und ein gutes Stück mehr Gerechtigkeit für viele Bürgerinnen und Bürger bei den Straßenausbaubeiträgen", fasst Hendrik Wüst, Vorsitzender der Landes-MIT die heute vorgelegte Reform des Kommunalabgabengesetzes zusammen.

"Wir als Mittelstandsvereinigung der CDU haben im vergangenen Jahr eine Entlastung bei den Straßenausbaubeiträgen gefordert, weil die SPD-geführten Vorgängerregierungen über Jahrzehnte nicht gehandelt haben. Es gab Belastungsspitzen, die nicht gerecht waren. Die jetzige Entlastung wird das vor Ort oft strittige Thema deutlich entspannen.", so Wüst. Gleichzeitig begrüßt Wüst, dass es Heimatministerin Ina Scharrenbach und den Fraktionen gelungen sei, die Reform im Einklang mit den kommunalen Spitzenverbänden umzusetzen. Diese hatten eine komplette Abschaffung der Beiträge abgelehnt.

Beschluss des Landesvorstandes vom 17.04.2019

Nordrhein-Westfalen soll sich dafür einsetzen, aus der Förderung der Kohlerückzugsgebiete die Errichtung eines Zentrums für die Definition, Koordination, Inkubation, Forschung und Industrie-Kooperation für den Aufbau der Europäischen Cloud (ECloud) zu etablieren. Dieses Zentrum basiert auf und entwickelt die ursprünglichen Prinzipien des offenen, freien Internets weiter - als Gegenangebot zu den monopolistischen und zentralistischen Diensten der derzeitigen Internet-Monopole aus Übersee. Der Aufbau dieses Zentrums sollte sich an den Prinzipien der Open Source-Bewegung orientieren. Gelungene Beispiele im europäischen Kontext finden sich mit dem World-Wide-Web, welches am CERN entwickelt wurde, oder der Arduino „Internet-of-Things“ Familie, welche mit EU-Mitteln in Italien entstand.

Konkret soll dieses Zentrum, in Zusammenarbeit mit der europäischen Open Source und Internet-Industrie, Infrastruktur, Management, Investitionskapital und Unterstützungskapital für Open Source Projekte, Cloud-Ressourcen und Coaching bereitstellen, um die Vision einer ECloud in die Tat umzusetzen.

Der Betrieb dieses europäischen Cloud-Zentrums soll im zu den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich grenznahen rheinischen Kohlerückzugsrevier realisiert werden. 

 

Begründung:

1. Sicherheit und Transparenz

Smarte und vernetzte Produktionsanlagen brauchen zum Schutz vor Spionage und Sabotage sicheren Datenverkehr. Außereuropäisch kann dieser Schutz nicht gewährleistet werden. Zusätzlich bietet eine Open Source-basierte Lösung die notwendige Sicherheit und Transparenz vor Angriffen auf die Infrastruktur der ECloud.

 

2. Strukturwandel

Das rheinische Revier befindet sich im Strukturwandel. Ein Zentrum für eine ECloud gibt der Region entscheidende Impulse, dem Strukturwandel zu begegnen, neue nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand dauerhaft zu sichern.

 

3. Wirtschaftliches Ökosystem

Die ECloud fördert Strukturen, die ein wirtschaftliches Ökosystem aus IT-Unternehmen, Start-ups sowie Mittelstand und Konzernen stärkt. Synergie-Effekte werden begünstigt und ermöglichen die Ansiedlung innovativer Unternehmen. Auch staatliche Institutionen, die beispielsweise dem Bereich Digitalisierung, Cybersicherheit etc. nahe stehen, finden in diesem Umfeld eine hohe Relevanz.

 

4. Wissenschaftliches Ökosystem

Die ECloud begünstigt ebenfalls den Bereich Wissenschaft und Forschung. Forschungsinstitute und Hochschulen der Region können anwendungs- und praxisbezogen arbeiten. Das wirtschaftliche Ökosystem und wissenschaftliche Ökosysteme begünstigen sich gegenseitig.

 

5. Europa

Die ECloud ist offen, funktioniert dezentral und kann sich mit anderen Standorten in Europa vernetzen. Es bietet sich an, dass Zentrum für die ECloud im grenznahen Gebiet zu den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich zu errichten.

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02. Februar 2021
Sehr geehrte Damen und Herren,  liebe Freundinnen und Freunde der MIT,  zu unserem „LIVE DIALOG“ mit Herrn Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen laden wir Sie herzlich ein. Wir diskutieren

Impressionen Mittelstandstag 2019

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70 Jahre Mittelstandsvereinigung NRW

festschrift

Der neue Mitgliedschaftsantrag 2019 ist da!

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