Nordrhein-Westfalen ist das Land mit der größten Bevölkerungsdichte und damit auch dem größten Angebot im Bereich des Einzelhandels. Viele Städte in unserem Land sind geprägt durch einen attraktiven Einzelhandelsbesatz, der nicht nur die Bürgerinnen und Bürger sondern auch internationale Gäste immer wieder begeistert. Der Einzelhandel in NRW liefert nicht nur die Produkte für das tägliche Leben, sondern prägt die hohe Lebensqualität in unseren Städten.

„Die aktuelle Krise - auch nach dem Lockdown - macht der Branche enorm zu schaffen. Standorte, die wie Geisterstädte wirken, leergefegte Fußgängerzonen von ansonsten herausragenden Metropolen, wirken verwaist“, so Jörg Hamel, Sprecher der MIT NRW für den Handel. „Gleichzeitig spüren die Unternehmen aber auch die Solidarität der Kunden, aller Bürgerinnen und Bürger, die gemeinsam um den Erhalt lebenswerter Innenstädte kämpfen.

Wie kann es in einer solchen Situation sein, dass eine Dienstleistungsgewerkschaft Verdi als Sozialpartner gegen verkaufsoffene Sonntage - eingebettet in die aktuelle Coronaschutzverordnung - klagt? Hamel: „Man kann über Sonntagsöffnungen denken, wie man mag. Man kann auch Zweifel äußern, ob verkaufsoffene Sonntage in jedem Fall das geeignete Mittel sind, den Einzelhandel zu unterstützen. Man darf aber nicht jegliche Möglichkeit nehmen, jetzt Entzerrung durch verkaufsoffene Sonntage zu erreichen“

Der Vorschlag der Landesregierung ging in die richtige Richtung und bedeutete eine Chance für die notleidenden Einzelhändler. In der aktuellen Situation ist jeder Tag, den ein Geschäft öffnen kann ein Zugewinn, auf den es kaum verzichten kann. Wir als MIT NRW haben daher kein Verständnis dafür, dass Verdi immer noch an ihrer veralteten Ideologie festhält. Verdi fügt damit nicht nur den Unternehmen Schaden zu, sondern sorgt für eine Zerstörung von Arbeitsplätzen und damit auch für eine Schwächung der gesamten Wirtschaft Nordrhein-Westfalens.

Die Entwicklung der Pandemie zeigt, dass auch weiterhin enorme Kraftanstrengung notwendig sind, um die Krise zu überwinden. Wir fordern als MIT, dass die Politik in Bund und Land dabei nicht über das Ziel hinausschießt, ihre Maßnahmen zielorientiert und mit Augenmaß bestimmt und gleiche Voraussetzungen für alle Unternehmen der Branche schafft. „Wir wollen eine diskriminierungsfreie Behandlung aller Unternehmensformen im Einzelhandel, unabhängig von ihrer Fläche, Standort und Betriebsgröße“, so Hamel.


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